Die Idee in einem Satz
Jahrelang haben wir Maschinen bedient, jetzt helfen sie uns.
Der Auftrag: Der Start-Trailer einer erfundenen Firma, die Roboter auf den Markt bringt. Ganz viel Motion, super clean, modern, viel Farbe.
Wie wir auf die Idee gekommen sind
Die meisten Roboter-Trailer zeigen Technik. Wir wollten eine Haltung zeigen. Die Frage war: Was ändert sich für die Menschen? Daraus wurde der erste Satz: „Jahrelang haben wir Maschinen bedient. Jetzt ist es Zeit, dass sie uns helfen.“
Das Bild dazu war schnell klar. Am Anfang drücken wir selbst die Knöpfe an einem dunklen Bedienpult. Daraus wird eine einzelne Lichtlinie. Die Lichtlinie wird zum leuchtenden Visier des Roboters. Ein harter Schnitt, der sich trotzdem wie eine fließende Bewegung anfühlt.
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Der Film
„Er sieht. Er lernt. Er hilft.“ Drei Einstellungen, drei Wörter. Das Visier leuchtet auf. Eine Hand schließt sich. In der Küche wird eine Tasse abgestellt. Zwischen den Einstellungen wischt ein Farbverlauf übers Bild.
Dann ein Schnitt auf Weiß. Der Roboter fährt im Studio hoch, und Werte zählen hoch: 360° Rundumsicht, 8 h Akku, 32 dB flüsterleise, 22 Gelenke pro Hand. Das ganze Studio schrumpft zu einer Kachel in einem Raster. Die anderen Kacheln: Pflanzen gießen, Kaffee bringen, Wäsche falten, „Einmal zeigen. Er lernt es.“ und „Deine Daten bleiben zu Hause.“
Die Pflanzen-Kachel wächst aufs ganze Bild: „Gebaut für dein Zuhause.“ Der Roboter kommt mit gefalteten Handtüchern auf uns zu. Ein kleines Häkchen erscheint: Wäsche gefaltet ✓.
Dann schließt sich ein Chromring um seinen Kopf, wie eine Kamerablende. Der Ring dreht sich in 3D, rastet ein und wird zum „O“ im Schriftzug ORVEN ONE. „Ab 2027. Jetzt vorbestellen.“
Marke und Produktwerte sind für das Konzept erfunden.
Warum das verkauft
- Die größte Angst wird beantwortet, bevor jemand sie ausspricht. Bei einem Roboter im Haus denkt jeder zuerst an seine Daten. Deshalb gibt es die Kachel „Deine Daten bleiben zu Hause“.
- „Einmal zeigen. Er lernt es.“ nimmt die zweite Sorge. Die lautet: „Das ist doch bestimmt kompliziert.“
- Ein Datum plus „vorbestellen“. Das erzeugt Vorfreude und den Wunsch, früh dabei zu sein.
- Das Logo ist kein Anhängsel. Der Ring, der sich um den Roboter schließt, ist gleichzeitig das „O“ im Namen. Wer den Film gesehen hat, erkennt das Logo wieder.
Ein Detail, auf das wir stolz sind
Während der Ring sich dreht, hört man ein leises Wischen. Und zwar jedes Mal genau dann, wenn er hochkant zur Kamera steht. Weil er langsamer wird, werden die Geräusche seltener und leiser. Bewusst bemerkt das niemand. Aber man spürt, dass Bild und Ton zusammengehören.
Was wir daraus gelernt haben
In der ersten Fassung stand „dein Zuhause“ nur gut eine Drittelsekunde im Bild. Danach kam schon der nächste Schnitt. Wir haben die Pflanzen-Einstellung etwas langsamer laufen lassen und den Wisch-Übergang nach hinten geschoben. Jetzt kann man den Satz lesen. Manchmal ist eine halbe Sekunde der Unterschied zwischen „gesehen“ und „verstanden“.
